Ersthelfer in der VG Asbach

2 Jahre ist das Ersthelfer-System bereits aktiv

Vor genau zwei Jahren fiel der Startschuss für das Ersthelfer-System in der Verbandsgemeinde Asbach. Seit dem 1. August 2024 ergänzen ehrenamtliche Ersthelferinnen und Ersthelfer den Rettungsdienst und leisten dort schnelle Hilfe, wo jede Minute zählt: bei einem Herz-Kreislaufstillstand. In den vergangenen zwei Jahren wurden die freiwilligen Helfer bereits rund 50 Mal alarmiert und konnten in zahlreichen Notfallsituationen die entscheidende Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken.

Das Ersthelfer-System ist ein Netzwerk engagierter Bürgerinnen und Bürger, die in der Verbandsgemeinde Asbach wohnen oder arbeiten und über eine medizinische Grundqualifikation verfügen. Nach einer speziellen Ausbildung werden sie beim Einsatzstichwort „Herz-Kreislaufstillstand“ direkt parallel zum Rettungsdienst alarmiert. Aufgrund der räumlichen Nähe erreichen sie den Einsatzort häufig bereits wenige Minuten nach dem Notruf und können unmittelbar mit lebensrettenden Basismaßnahmen beginnen. Der Rettungsdienst wird dadurch nicht ersetzt, sondern sinnvoll ergänzt.

Gerade bei einem Herz-Kreislaufstillstand ist dieser Zeitvorteil von unschätzbarem Wert. Bereits wenige Minuten ohne Wiederbelebungsmaßnahmen können die Überlebenschancen erheblich verringern. Durch das schnelle Eingreifen der Ersthelfer können die Herzdruckmassage und der Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED) frühzeitig beginnen. So wird die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes optimal überbrückt. Das System bildet einen entscheidenden Einfluss auf das Überleben und die spätere Lebensqualität der Betroffenen.

Dass das Ersthelfer-System bereits seit zwei Jahren erfolgreich besteht, ist vor allem dem außergewöhnlichen ehrenamtlichen Engagement der Helferinnen und Helfer zu verdanken. Sie investieren regelmäßig Zeit in Aus- und Fortbildungen, halten ihre medizinischen Kenntnisse auf dem neuesten Stand und stehen freiwillig bereit, um Mitmenschen in akuten Notlagen zu helfen. Die bisherigen rund 50 Alarmierungen zeigten, dass immer mehrere Ersthelfer sehr schnell vor Ort sein konnten und einen wichtigen Beitrag zur Notfallversorgung leisteten.

Bürgermeister Michael Christ und die Projektverantwortlichen rund um Arnold Schücke danken allen Ersthelferinnen und Ersthelfern für ihren unermüdlichen Einsatz. Gleichzeitig gilt der Dank auch den Unterstützern und Spendern, die den Aufbau und den Betrieb des Projekts ermöglichen.

Nach zwei Jahren fällt die Bilanz eindeutig aus: Das Ersthelfer-System ist eine Erfolgsgeschichte. Es stärkt die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, ergänzt die professionelle Rettungskette sinnvoll und zeigt eindrucksvoll, welchen unschätzbaren Wert ehrenamtliches Engagement für die Gemeinschaft hat. Mit jeder Alarmierung und jedem Einsatz wird deutlich, dass wenige Minuten über Leben und Tod entscheiden können. Die schnelle Hilfe aus der Nachbarschaft kann den entscheidenden Unterschied machen.